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Wie jedes LARP, so benötigt auch das INFECTION ein paar Regeln. Wir versuchen diese möglichst einfach zu halten und viele Dinge lassen sich mit gesundem Menschenverstand, Verantwortungsgefühl und der Tatsache, dass Sicherheit und Spielspaß im Vordergrund stehen, leicht erklären:

Allgemein

Oberstes Gebot eines jeden Teilnehmers sollte es sein, keine „Pappnase“ zu sein oder zu werden. Hiermit meinen wir den in der LARP-Szene üblicherweise verwendeten Begriff für schlechtes Spiel, sei es durch seltsame, unlogische Aktionen oder inkonsequentes Charakter-Spiel, schlechtes Ausspielen von Gegebenheiten oder Verwundungen, „Over-Acting“, das Herausfallen aus der Rolle, Selbstüberschätzung im Charakterspiel etc. Verhalte dich fair und verantwortungsvoll. Das INFECTION ist nur ein Spiel, das nunmal am meisten Spaß macht, wenn alle mitmachen und ihr bestes Rollenspiel zeigen. Es geht nicht allein darum zu „gewinnen“ oder zu „verlieren“, sondern das Rollenspiel steht im Vordergrund. Dies bedeutet auch, erst einmal das Spielangebot seines Gegenübers (also einem NSC oder auch einem Mitspieler) aufzugreifen und damit zu spielen. Wer sich hier verweigert, wird wenig Spielspaß finden. Nehmt das Spiel an, was euch entgegen gebracht wird, ohne selbst zu viel zu erwarten, denn gerade diese Freiheit und die daraus erstehende Interaktion macht gutes Rollenspiel aus. Freut euch über jedes Spiel, dass sich aus Situationen und den Reaktionen oder Aktionen eurer Mitspieler ergibt. Wer so handelt, wird viel Freude im Rollenspiel und den Spielsituationen haben.  

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DKWD(D)K

Die Basis für das Spiel bzw. die Regeln stellt DKWD(D)K dar => Du-Kannst-Was-Du-(Darstellen)-Kannst. Wir gehen hierbei immer von einer gesunden Portion Realismus und natürlich einer fairen Einschätzung der jeweiligen Spielsituation aus. Dies bedeutet, dass es z.B. im Spiel Gegenstände gibt, die offensichtlich keine direkte Funktionen haben aber dennoch für das genutzt werden können, was sie darstellen wie z.B. Dynamit-Stangen.
Diese Freiheit im Spiel sollte jedoch nicht dazu genutzt werden, dass z.B. der Charakter „Anna, die Hausfrau“ in „Mac Gyver-Manier“ aus einem Putzeimer und vergorenen Essig einen Nuklearsprengkopf bastelt. Wir lassen uns aber von jedem Spieler überraschen, der dies vielleicht wirklich beherrscht :-) Das gleiche gilt für Gegenstände, die ihr ins Spiel bringt und denen man einfach eine von euch erdachte Funktion nicht abnehmen kann: Eine Gasmaske ist und bleibt eine Gasmaske und ein Staubschutz ist erstmal ein Staubschutz usw. Letztlich definieren wir die Regeln für die Spielwelt und die Realität ist hier der Maßstab.
Wir bauen hier auf eine ausgewogene Mischung aus Realismus und fairem Spiel miteinander. Rollenspiel hat sehr viel mit Vertrauen zu tun, da vieles wirklich nur simuliert werden kann und hier ist dann auch eine gesunde Selbsteinschätzung wichtig, was möglich ist und was nicht.

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Spielzeit & Rückzugsmöglichkeit

Gespielt wird 24 Stunden Time-In. Es besteht für euch zum einen die Möglichkeit, innerhalb des Spielgeländes zu schlafen (also innerhalb der Spielfläche mit dauerhaftem Spiel) oder aber auch außerhalb. Diese Option der Rückzugsmöglichkeit bieten wir für all jene an, denen eine konstante Bedrohung oder ein allumfassendes Spiel zu belastend erscheint und die sich gerne zumindest zum Schlafen zurückziehen möchten.
Darüber hinaus wird es aber in der Nacht auch in der Spiel-Zone ein paar Stunden geben, die „ruhiger“ sind und in denen dann einzelne „Aufgaben und Missionen“ mehr im Vordergrund stehen.  
Das Out-Time-Gebäude wird auch einen Aufenthaltsraum haben, in den man sich zurückziehen kann, wenn man sich z.B. einmal mit anderen Spielern Out-Time unterhalten möchte und was dann das Spiel der anderen stören würde.

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Generelle Verhaltensregeln & Maßgaben

  • Die Gefahr für reale Verletzungen (z.B. auch auf dem Gelände oder in bestimmten Spielsituationen) versuchen wir selbstverständlich so gering wie möglich zu halten aber wir können sie letztlich nunmal nicht gänzlich ausschalten. Sei dir dieser Situation daher während des Spiels bewusst.
  • Achte darauf, dass du nichts zerstörst, weder an Gebäuden, Grünflächen oder dem Equipment. Wer etwas kaputt macht, muss letztlich dafür haften, daher setzen wir eine private Haftpflicht generell voraus.
  • Beachte auch noch einmal die ausgehängten Sicherheitsregeln
  • Eine Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich.
  • Die Mitnahme von Tieren ist nicht erlaubt.  
  • Wir möchten bewusst keine Charaktere mit einem militärischen Auftreten oder entsprechendem Hintergrund (Ausnahme => siehe Wahl des Charakters)
  • Das Gelände darf während des Spiels nicht von Spielern motorisiert befahren werden. Die Autos werden zwar im Spielgebiet abgestellt, dürfen nach der Anreise bis zum Spielende aber nicht mehr bewegt werden. Sollte es in der Nähe der Autos während des Spiels zu Kampfhandlungen kommen, muss hier der nötige Abstand eingehalten werden.
  • Funkgeräte müssen eingescheckt werden und bekommen von uns im Spiel eine Zuweisung der Funkfrequenz (Achtet darauf, nicht die Kanäle der Orga zu benutzen bzw. abzuhören. Bekommen wir dies mit, nehmen wir den Gegenstand aus dem Spiel).

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Sicherheit

  • Sicherheit ist das oberste Gebot und geht immer vor Rollenspiel.
  • Einer der wichtigsten Befehle ist der „STOP-Befehl“: er darf von jedem ausgesprochen werden, wenn eine Situation unübersichtlich und gefährlich für Leib und Leben ist, egal ob für sein eigenes oder das seiner Mitspieler. Aus diesem Grund ist es wichtig, den „STOP-Befehl“ im In-time-Spiel von Begriffen wie z.B. „halt“ oder „anhalten“ abzugrenzen und diese stattdessen dann zu verwenden.
  • Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff „Sanitäter/Sani“. Auch dieser Begriff ist nur für Notfälle außerhalb des Spielgeschehens gedacht. Wenn euer Charakter aufgrund einer Verletzung einen Sanitäter benötigt, ruft unbedingt nach einem „Medic“. Um wirkliche Notfälle noch einmal besonders zu kennzeichnen, raten wir an, ergänzend zum Begriff „Sanitäter“ noch einmal „echter Notfall“ oder „echter Sanitäter“ zu erwähnen.
  • Kopf, Gesicht, Nacken und Weichteile sind keine Trefferzonen und dürfen weder geschlagen noch darf darauf gezielt werden. Dies gilt sowohl für die Hände als auch für Waffen.
  • Handgreiflichkeiten sind untersagt! Hierzu zählen z.B. schlagen, schubsen, treten, stoßen, festhalten etc. Dies alles ist nicht erlaubt und gilt auch für NSCs, die zwar greifen aber nicht zufassen dürfen. Auch der Einsatz von (Verteidigungs-) Kampfsportarten ist untersagt. Zum „Infight“ (also dem körperlichen Kampf Mann-an-Mann) darf es nur nach zuvoriger Absprache und in einem sicheren Rahmen kommen.
  • Es dürfen keine Gegenstände zu „Waffen“ im Spiel gemacht werden (z.B. Holzstäbe, Decken, Taschen, PET-Flaschen etc.) Aus diesem Grund haben Gegenstände wie reale Messer, Schraubenzieher, Spazierstöcke, Krücken etc. im Spiel nichts verloren, da sie im Eifer schnell zweckentfremdet werden könnten.
  • Es darf nicht auf Treppen oder unsicherem Gelände gekämpft werden.
  • Jeder Spieler hat für eine eigene Taschenlampe zur Beleuchtung im Dunkeln zu sorgen. Die angebrachte Zusatzbeleuchtung der Orga/Spielleitung ist an ihrem Platz zu lassen!
  • Türen müssen vorsichtig geöffnet und geschlossen werden - es kann sich jemand dahinter befinden oder Finger könnten dazwischen sein.
  • Den Anweisungen der SL ist Folge zu leisten. Gefährliches Verhalten für sich und andere kann zum Ausschluss vom Spiel führen.
  • Kein Rauch und offenes Feuer innerhalb der Gebäude. Pyrotechnische Artikel sind ebenfalls nicht erlaubt.
  • Wir empfehlen trotz Soft-Darts (NERF-Darts) auch immer Schutzbrillen zu tragen.

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Kampf / Heilung / Infizierung / Tod

  • Generell hat dein Charakter 3 Lebenspunkte. Wenn diese verbraucht sind, ist er entweder tot und/oder mutiert zu einem Zombie.
  • Es besteht die Möglichkeit, im Spiel medizinisch versorgt zu werden. Allerdings ist gerade bei Verwundungen und deren Versorgen Realismus wichtig! Wenn du einer Zombie Attacke entkommen bist, wirst du allein durch die Verwundung nicht direkt zu einem Zombie, sondern du kannst deine Wunden versorgen lassen und bist nun lediglich entsprechend eingeschränkt in deiner Handlungsfähigkeit (du hast eventuell Schmerzen, humpelst, dein Arm ist in einer Schlinge etc.) Je mehr Angriffen du ausgesetzt warst, desto verletzter und schwächer wird dein Charakter sein. Dies kann soweit gehen, dass er eventuell nur noch in einem Lazarett liegen würde (hier ist es dann letztlich deine Entscheidung, ob es dir dann in Absprache mit der Spielleitung nicht mehr Spaß macht,  wenn dein Charakter nun zu einem Zombie wird und sich so seinen Weg aus dem Krankenhaus bahnt...)
  • Im Spiel wird es auch die Möglichkeit geben, sich Präparate zu erspielen, die ähnlich wie „Heiltränke“ im Fantasy regenerierend für den Körper wirken. Diese sind von der Orga markiert und klar erkennbar.
  • Eigene „Spiel Medikamente“ müssen eingecheckt werden oder sind ohne Markierung nicht im Spiel existent! Sie dürfen selbstverständlich keine realen Wirkstoffe enthalten. Ebenso solltet ihr für Allergiker die nötigen Informationen bereit halten, was sich wirklich darin befindet (bzw. als Verwundeter sollte man auch nicht alles schlucken, was man im Spiel angeboten bekommt, ohne zuvor Out-time kurz nachzufragen). Eine medizinische Versorgung kann allerdings nur in dem Rahmen stattfinden, in dem sie auch realistisch möglich ist, d.h. man kann Verletzungen sicherlich verbinden, „nähen“, desinfizieren und säubern, blutstillende Mittel geben, Blutkonserven verabreichen, Schmerzmittel geben etc. aber Spieler-Charaktere werden keine Tabletten haben die „gegen alles helfen und alles wieder gut machen“ (derartige Präparate würden sicherlich mit dem Nobelpreis ausgezeichnet :-)) Man sollte auch wissen, dass schwere Operationen unter unsterilen Bedingungen sicherlich nicht sonderlich erfolgreich verlaufen...
  • Generell kann jeder Charakter (so wie z.B. in der Realität auch jeder Führerscheinbesitzer mehr oder minder gut) erste Hilfe anwenden, wenn er dies will. Dies bedeutet z.B. das Abbinden und Verbinden von einfachen Wunden.
  • Idealerweise habt ihr immer ein kleines Fläschchen eigenes Kunstblut dabei, um Verletzungen zu simulieren.
  • Bei einem Zombie-Konzept muss man natürlich damit rechnen, dass ein Charakter stirbt und wir empfehlen, zusätzliche Ausweichgewandungen für Ersatzcharaktere dabei zu haben. Allerdings möchten wir in unserem Konzept auch keine Einweig-Charaktere und euch durchaus die Möglichkeit geben, eine klassische Charakter-Geschichte durchzuspielen. Daher werden eure Charaktere sicherlich immer wieder die Chance haben, zu entkommen oder sich mit viel Mühe auch aus Situationen zu befreien. Dies bedeutet, dass es letztlich in eurer Hand liegt, eine Infizierung auszuspielen oder auch „nur“ damit zu spielen bzw. erst nach der Veranstaltung zu sterben. Wenn dein Charakter gestorben ist, kannst du entweder als Zombie weiterspielen (hier stehen wir dir im NSC-Bereich mit der nötigen Schminke unterstützend zur Seite) oder du spielst mit einem neuen (anders aussehenden) Charakter weiter.

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Wie töte ich einen Zombie?

Bitte vergesst auch in den brenzligsten Spielsituationen nie, dass die Zombies eure Mitspieler sind und sich dahinter ein Mensch befindet. Sie möchten auch gerne ohne „blaue Flecken“ und Blessuren nach Hause fahren, vor allem, weil ihr nicht der einzige seid, von dem sie an diesem Tag „Schläge“ einstecken müssen.

Ein Zombie kann für gewöhnlich durch einen Schuss bzw. Treffer auf den Torso erledigt werden. Allerdings weißt du sicherlich aus dem ein oder anderen Zombie-Film, das ein Zombie, der am Boden liegt, nicht unbedingt dort bleiben muss... Zur Sicherheit sollte man hier immer eine Ansage machen und die Andeutung eines finalen „Todesstoßes“ setzen. Dies kann natürlich nicht aus 2 Meter Entfernung geschehen, sondern nur in entsprechender Nähe und mit Treffer des NERF-Darts.
Ein Zombie-Angriff erfolgt durch die Klauen (Hände) der Zombies und angedeuteten Bissen. Wenn dich ein Zombie entsprechend „fest“ oder oft erwischt hat, musst du dies als Verlust eines Lebenspunkts werten. Ein kurzer Griff nach dem Zipfel deiner Lederjacke musst du hingegen nicht zählen. Letztlich wird dir schon klar werden, wann du einem Angriff entkommen konntest und wann du sicherlich nicht mehr zu retten oder auf jeden Fall infiziert wärest (siehe „Infektion“) 

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Waffen

Jeder darf zu Beginn nur eine Waffe (hierbei zählen Schlagwaffen wie Baseball-Schläger, Äxte etc. ebenso wie auch eine Schusswaffe) mit ins Spiel einbringen! Eine ins Spiel eingebrachte Schusswaffe hat jedoch am Anfang keine Munition. Jeder muss sich selbst überlegen, ob es nicht z.B. vielleicht sinnvoller ist, eine Schlagwaffe zu Beginn ins Spiel mitzunehmen, da er diese auch ohne Munition nutzen kann oder ob er stattdessen eine Schusswaffe mitbringt und darauf vertraut, dass er bald an Munition kommt.
Eine Waffe ist generell keine Grundvoraussetzung als Charakter und wir nehmen besondere Rücksicht auf alle, die keine Waffe mit ins Spiel bringen, da wir dieses Rollenspiel und diese Konzepte besonders fördern wollen.

Jedwede Munition muss im Spiel erspielt werden und ist von uns auffällig gekennzeichnet. Nicht gekennzeichnete Munition gilt als nicht existent. Einmal verschossene Munition ist natürlich verbraucht und darf nicht vom Boden aufgehoben werden.

Ihr werdet während dem INFECTION die Möglichkeit bekommen, im Spiel weitere Waffen und Munition zu erspielen. Bitte geht hiermit sorgfältig um und achtet im Spiel immer darauf, ob eure Waffe auch noch sicher ist und gebt sie im Anschluss an die Veranstaltung wieder ab (jede Waffe ist registriert und kann somit identifiziert werden).

 

Zugelassene Waffen auf dem INFECTION sind NERF-Dart Blaster und LARP Polsterwaffen. Ihr seid generell zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung für die Sicherheit der von euch eingesetzten Waffe selbst verantwortlich (auch wenn sie euch eventuell nicht gehören sollte und ihr sie z.B. nur gefunden habt).
NERF Dartblaster müssen optisch modifiziert sein. Leistungsmodifizierungen lassen wir nur bedingt zu. Falls ihr eine Leistungsmodifikation an der Waffe vorgenommen habt, sprecht zuvor mit uns ab, ob die Waffe so eingesetzt werden kann. Mit einer NERF-Waffe darf natürlich nicht geschlagen oder damit Schläge abgestoppt werden.

Bei Latex-Waffen empfinden wir Imitate von Baseballschläger, E-Gitarren, Vorschlaghammer, Eisenrohre, Macheten, die obligatorische Feuerwehraxt etc. sehr passend. Kleinere Latexwaffen wie Handäxte, Küchenmesser, Pfannen etc. können natürlich auch mitgeführt werden. Euch sollte aber bewusst sein, dass es hiermit zu einer „Infight-Situation“ kommen kann und entsprechende Vorsicht gefordert ist.

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