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Die Terra Incognita: ein Land voller Gefahren, mystischer Orte, magischen Kreaturen, alter Gheimnisse und neuer Abenteuer


Die Terra Incognita in Anrea ist ein wildes Land, voller Gefahren, dunkler Orte und uralter Geheimnisse. Ebenso berichten Reisende aber auch immer wieder von wahrlich zauberhaften Begegnungen mit lichten Kreaturen, von magischen Erlebnissen und so manch Zauberhaftem, das es nur hier gibt. Die Sagen und Legenden des Landes sind jedenfalls voller Geschichten über Märchenhaftes, erzählen von Heldentaten und Ruhm. Es ist der perfekte Ort für Abenteurer und jene, die das Abenteuer suchen. Aber wie sagt man in Anrea so schön: „Abenteuer sucht man nicht, Abenteuer hat man.“ Also ist es auch an Dir zu überlegen, wie genau Dein Charakter den Weg in den Norden der Terra Incognita gefunden und Du Deinen Einstieg in das Abenteuer gestaltet hast.

Das „FRÜHLINGSERWACHEN“ basiert auf einem alten Brauch, den es im Landstrich „Tir-as-frîl“ am Rande der Kristallberge (im Norden der Terra Incognita) gibt: Man erzählt sich, dass dort in einer mystischen Prozession der Frühling erweckt und die kalte und dunkle Jahreszeit vertrieben wird. Nur wenige haben je dieses besondere Ereignis miterlebt. Diejenigen, die dabei waren, erzählen von einem zauberhaften Moment, der auf Burg Haukur vollzogen wird. Es gibt sogar jene, die behaupten, allein ihre bloße Anwesenheit bei jenen Riten hätte sie wieder gesund werden lassen.

Die Burg Haukur gilt als Tor in den Norden, da man von hier aus in den Sommermonaten den Nordtorpass überqueren kann. Daher rasten hier im Winter auch Händler, die im Frühling nur darauf warten, ihren Weg in den Norden fortsetzen zu können. Die Burg ist abgelegen und sicherlich in der kalten Jahreszeit ein unwirtlicher Ort. Jetzt, im heran brechenden Frühjahr ist sie als Tor in den Norden aber für so manchen ein interessantes Reiseziel, zumal sich dann auch die dunklen Kreaturen, die sich ansonsten in den Wäldern tummeln, immer weiter zurückziehen. In jedem Fall ist die Gegend „Tir-as-frîl“ eine Reise wert für all jene, die auf der Suche sind nach alten Geheimnissen und das Abenteuer nicht scheuen oder gar begierig danach suchen…

 

So, oder so ähnlich könnte Dein Charakter auf die Reise nach Burg "Haukur" aufmerksam geworden sein: 

„Du hast niemals von den Or’toril-Elfen gehört, die es im Norden der Terra Incognita am Rande der Kristallberge gibt?“, spricht der alte Mann mit rauchiger Stimme. Als du verneinst, indem du den Kopf schüttelst, reagiert er zunächst nicht. Du bist verwirrt, dann fällt es dir wieder ein: Stimmt, der Alte ist ja blind.

„Nein“, sagst du daher mit erwartungsvoller Stimme und der alte Mann räuspert sich und fährt fort. „Dann hast du wahrlich noch nicht viel gesehen, in deinem jungen Leben.“ Du wunderst dich, woher er wissen will, dass du in der Tat wesentlich jünger bist als er aber möglicherweise hat er es aus deiner Stimme heraus gehört.

„Einst, als ich noch ein junger Bursche war, da hat es mich mal dorthin verschlagen. Ich habe für einen Händler aus Molmar gearbeitet und wir mussten unseren Winter auf Burg Haukur verbringen, weil der Nordtorpass, der ist dann dicht. Nicht mal die harten Hunde trauen sich dann in die Kristallberge. Eine schlimme Gegend ist das in den kalten Monaten da oben. Da ist man froh, wenn man im Winter nicht draußen sein muss, das sag ich dir.“ Er schweigt kurz und ein leichtes Zittern durchfährt seinen Körper, so als würde die eisige Kälte von damals noch immer in seinen Knochen fest stecken.

„Ja, so war das damals. Und dann im Frühjahr, da kamen die Elfen. Es war noch immer kalt und der Pass zu gefroren, konnten immer noch nicht losziehen. Alles wartete auf etwas, es war ganz komisch überall. Dann kamen auch noch die Bauern auf die Burg. Mit den Elfen sind wir in den Wald gezogen, alle gemeinsam und jeder hatte ein Licht dabei. Angeführt von den Elfen, die sangen ihre alten Gebete und Lieder. Und dann, dann sah ich es…“ Seine Stimme wird ganz weich und um seine leeren Augen spielt ein Lächeln. Die Erinnerung an damals verleiht seinem Gesicht einen tiefen Frieden. „Das Licht des Frühlings. Es kam zu uns. Es war wie ein Wunder. Es war aus dem langen Schlaf des Winters erwacht.“

Es entsteht eine lange Stille und du hoffst, dass der alte Mann weiter sprechen wird. Doch er schweigt nur und tastet dann nach seinem Krug auf dem Tisch, aus dem er schließlich einen kräftigen Schluck nimmt. „Das Licht kam und die Dunkelheit und Kälte sind gegangen. Und die ganzen Monster in den Wäldern waren weg. Endlich war Frühling. Das Eis am Nordtorpass schmolz und wir konnten mit unseren Karren los ziehen in die Kristallberge. Dort gibt es um die Burg Norskal viele Mienen mit kostbaren Steinen, weisst du…? Aber das, das ist eine ganz andere Geschichte.“

Das Gesicht des Alten ist jetzt wieder erschöpft und fahl, so als wäre das Licht von damals in ihm erloschen. „Ich bin jetzt müde“, sagt er schließlich. „All die Jahre der Wanderschaft und der Arbeit haben mich so müde gemacht. Meine Knochen sind kaputt und meine Füße können mich kaum mehr tragen. Aber das Licht von Tir-as-frîl, die Wärme von damals, die haben mich nie ganz verlassen.“ Er tastet nach deinem Arm und hält ihn fest. „Wenn du kannst, dann reise einmal in deinem Leben dorthin, wenn es Frühling wird. Wenn die Hoffnung in die Welt zurückkehrt. Bei mir war es Schicksal, dass ich dort war, als die Elfen kamen und das hat mein Leben verändert. Aber ihr jungen Leute, ihr glaubt ja nicht an Schicksal. Das nehmt ihr doch lieber selber in die Hand und sucht nach Abenteuern. Worauf wartest du also noch? Der Winter ist fast vorbei und Tir-as-frîl ist nicht weit weg…“

Mit diesen Worten erhebt er sich und stützt sich schwer auf seinen Stock. Die Schankmaid eilt herbei und geleitet den alten Mann nach draußen in die Dunkelheit.

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