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In diesen kalten und regnerischen Herbstnächten…


Es ist ein kühler Herbstmorgen, grau und stürmisch bauen sich die Wolken am Himmel auf. Die Morgensonne schleicht sich langsam in den Tag, fahl und dünn. Diese Nacht hast Du sehr unruhig geschlafen und wirre Träume hängen Dir noch nach. Du kannst Dich nicht mehr genau daran erinnern, lediglich ein leicht blutiger Geschmack auf der Zunge ist hängen geblieben. Ein Schluck Wasser wird ihn vertreiben.

Als Du Dich streckst, um Deinen müden Körper wachzurütteln, zuckt ein sanfter Schmerz durch Deinen Hals. Vorsichtig tastest Du die Stelle ab. Irgendetwas ist da. Es tut nicht sehr weh, eher löst die Berührung ein seltsames Kribbeln aus. Etwas verwundert gehst Du einige Schritte zu dem kleinen Bach, der sich an Deinem Nachtlager entlang schlängelt. Das erfrischende Wasser wird Dir gut tun.

Als Du Dein Spiegelbild im Wasser erblickst, neigst Du erneut den Kopf. An Deinem Hals befinden sich zwei kleine Punkte, kaum größer als der Kopf einer Stecknadel. Du bist verwirrt, denn Du hast in der Nacht nichts bemerkt. Nach einigen Schlücken Wasser fühlst Du Dich erfrischt. Doch das seltsame, ungute Gefühl bleibt. Was ist geschehen und sollte es wirklich das sein, was Du vermutest? Doch das kann nicht sein, denn Du fühlst Dich frei und kräftig wie sonst auch.

Was wirst Du tun…?


Du musst Dich verlaufen haben, denn irgendwie scheint dieser Weg nicht dort anzukommen, wo Du hin wolltest. Der stetige, massive Regen, der vor einigen Stunden eingesetzt hat, hat Deine Kleidung vollkommen durchnäßt und Du zitterst am ganzen Körper. Hinzu kommt ein schneidender Wind, der unerbittlich ist. Durch den Wald hindurch erkennst Du die Sonne, die bald untergehen wird. Du blickst Dich um: In diesem triefenden Nadelwald kannst Du nicht die Nacht verbringen! In der Ferne hast Du bereits heute Morgen das Heulen von Wölfen gehört und wenn die Kälte einsetzt, könntest Du erfrieren…

 
Konsterniert stolperst Du weiter über den matschigen Boden, rutschst aus aber fängst Dich wieder. Verdammt! Hier sollte doch bald die Abzweigung kommen und dann das alte Gasthaus… Wie kann man sich bloß so verlaufen, das ist mir doch noch nie passiert!

Gerade, als Du wütend einfach im strömenden Regen stehen bleiben willst, blitzt hinter der nächsten Biegung ein Licht auf. Als du näher kommst, erkennst Du die Schemen einer Burg auf einem Berg. Ein Licht im obersten Turmzimmer leuchtet hell in der langsam hereinbrechenden Nacht. An einem Pfahl am Wegesrand weist ein verwittertes Holzschild auf eine Schänke hin.

Hier, im strömenden Regen, durchnässt und durchgefroren, hast Du keine Alternative, hier kannst Du nicht bleiben. Du schlägst den Weg den Berg hinauf ein. Nach nur wenigen hundert Metern lässt der Regen abrupt nach und auch der Wind legt sich. Es ist ein steiler Anstieg, der viel Kraft kostet und Du bist außer Atem.
 
Morgen, nach einer Nacht in der Schänke, wird die Welt anders aussehen, denkst Du.

Wenn die Sonne morgen aufgeht, werde ich meinen Weg wieder finden und diese unsägliche Nacht wird sicherlich verblassen…

 

 


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