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Die sagenumwobene Bibliothek von Loxian in der Terra Incognita. Eine Gemeinschaft & ihre Geheimnisse stehen vor der größten Bedrohung seit Jahrhunderten…

Die Gefahr scheint weit entfernt

Dieser Ort steht wie kein anderer für Stille und Konzentration. Wenn mit äußerster Sorgfalt feinste Buchstaben auf uralte Pergamente geschrieben werden, wenn die zerbrechlichen Folianten aus den Regalen gezogen, ihre hauchdünnen Seiten begutachtet und geprüft werden, die Mitglieder des Ordens über den großen Pergamenten gebeugt sitzen und die Schriftzeichen entschlüsseln, dann herrscht Stille. Die Bibliothek von Loxian ist ein Ort des Friedens und der gelassenen Ruhe. 

Auch jetzt ist kein Laut zu hören und dennoch ist die Stille anders als sonst. Sie enthält eine Anspannung, ein tiefes Brodeln, unterschwellig und kaum hörbar wie das Donnergrollen eines entfernt heran nahenden Gewitters. Jeder der Anwesenden spürt diese Veränderung aber niemand spricht sie aus. Sie warten darauf, was die Oberste unter ihnen zu verkünden hat. 

Langsam, bedächtig und würdevoll senkt Umbria von Colantius das Schriftstück mit dem gebrochenen Siegel der Baronie und blickt in die Runde. Ihre Augen treffen auf besorgte Gesichter. Sie erkennt die Unruhe in den Seelen der Umstehenden. 

„Das Heer des Barons wurde auf den Klippen von Tuluin von den Dämonen der Vazzan vollständig aufgerieben. Die meisten Soldaten sind gefallen oder wurden schwer verwundet. Der Baron selber und seine treusten Ritter sind im Kampf gefallen.“

»Wir sind nicht allein…«

Wieder umgibt sie Stille. Lange Zeit sagt niemand ein Wort. Doch dann spricht das altehrwürdige Ordensmitglied Videric. Seine Stimme ist gedämpft und hat dennoch eine innere Kraft, die den größten Raum ausfüllen könnte. „Wir sollten nicht besorgt sein. Wir sind weit von diesem Kriegsschauplatz entfernt. Die Bibliothek von Loxian wurde in all den Jahrhunderten noch nie angegriffen. Warum auch? Hier gibt es nichts, was für eine Armee von Interesse wäre.“ Umbria blickt ihn lange Zeit an, dann entgegnet sie: „Vielleicht ist es dieses Mal aber anders. Können wir mit Gewissheit sagen, was die Anführer der Vazzan im Schilde führen? Die Burg hat nur einen geringen magischen Schutz und ohne das Heer des Barons sind wir auf Dauer wehrlos. Was ist, wenn wir doch angegriffen werden? Wir können nicht alle Schriften in Sicherheit bringen. Und selbst das Sanctuarium hat keinen dauerhaften Schutz. Was wenn die uralten Pergamente darin vernichtet würden?“

Videric tritt einen Schritt nach vorne auf Umbria zu, kommt ihr ganz nahe. Ihre Gesichter berühren sich nun fast. Zum ersten Mal erkennt die Frau die gärende Wut, die Videric nur mit äußerster Beherrschung unter Kontrolle hält. Die folgenden Worte gelten ihr allein. „Was ist willst du also tun?“ zischt er. „Willst du, dass alle in Panik geraten? Sollen wir auf einen vagen Verdacht hin die Bibliothek räumen? Wohin sollen wir gehen? Wer soll uns zur Hilfe kommen? Hier in der Terra Incognita! Die Magier von Thar? Wach auf, Umbria! Wir stehen allein. Wir sind ganz allein. Das waren wir immer…“

Umbria hält dem Blick von Videric stand. Dann spricht sie mit lauter Stimme, so dass es auch die anderen hören können. „Wir sollten überall um Schutz bitten. Egal von woher. Wir können die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir Hilfe bekommen werden. Wir sind nicht allein. Und wir sind nicht wehrlos.“

Wieder senkt sich Stille über den Raum und die beiden Kontrahenten blicken sich lange Zeit stumm an. Dann wird plötzlich eine der Türen geöffnet und einer der Schreiberlinge betritt den Raum. Sein Gesicht ist puterrot, offenbar ist er gelaufen. Er atmet schwer aber bemüht sich um Fassung. „Oberin Umbria“, japst er. „Kann ich euch bitte kurz sprechen…?“ Alle Anwesenden blicken Umbria gespannt an, die zusammen mit dem Schreiberling den Raum verlässt. 

Auf der Suche nach Hilfe

Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Der Blick der Schreiber und Schreiberinnen gleitet von ihrem Austritt aus über das Tal unterhalb der Bibliothek von Loxian. Wenn man genau hinschaut, dann kann man das blaue Flirren des magischen Schutzes in der Abenddämmerung erkennen. Es ist so dünn wie Glas und ebenso zerbrechlich. Der aufkommende Wind trägt den Klang des Krieges aus der weiten Ferne zur Burg hinauf. Oder ist es nur das Rauschen des Waldes?

Viele der Ordensmitglieder hoffen und bangen, dass Schutz für sie kommen wird oder dass der Feind doch einfach vorüber zieht. Sie haben überall nach Unterstützung gefragt, bei allen Verbündeten, Adelsgeschlechtern und Gruppen, die in der von Krieg und Chaos geprägten Terra Incognita noch übrig sind. Vielleicht wird das Reich der Bibliothek von Loxian auch bald fallen. Niemand weiß es, nichts ist gewiss. Nur die Hoffnung bleibt. Die Hoffnung auf Hilfe. 

Wirst du ein Teil dieser Hoffnung sein…?

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