LARP FAQ – Häufige Fragen

Einstieg ins LARP

Grundbegriffe, Ablauf und die Frage, ob LARP überhaupt zu dir passt.

LARP ist die Abkürzung für Live Action Role Playing, auf Deutsch meist Liverollenspiel. Du spielst dabei eine selbst gewählte oder für die Veranstaltung vorbereitete Figur nicht am Spieltisch oder am Bildschirm, sondern körperlich vor Ort. Du sprichst, handelst und reagierst aus der Perspektive dieser Figur und triffst auf andere Menschen, die dasselbe tun. So entsteht eine gemeinsame Geschichte, deren Verlauf nicht vollständig vorgegeben ist.

Das Besondere: LARP ist weder Theater mit festem Drehbuch noch ein Wettbewerb, den jemand gewinnen muss. Wir als Spielleitung schaffen einen Rahmen, eine Welt und häufig Aufgaben oder Konflikte. Was daraus wird, hängt stark von den Entscheidungen der Teilnehmenden ab. Ein Gespräch in einer Taverne kann genauso wichtig sein wie eine gefährliche Expedition, ein Rätsel oder ein Kampf.

Auf unseer Website findest du Veranstaltungen in unterschiedlichen Stilen – von Fantasy über besondere Themenabende bis zu Formaten, die gezielt für Einsteiger gedacht sind. Für den Einstieg brauchst du deshalb vor allem Neugier und die Bereitschaft, dich auf gemeinsames Spiel einzulassen.

Die vier Buchstaben LARP stehen für „Live Action Role Playing“. Gemeint ist Rollenspiel, das live und mit dem eigenen Körper stattfindet. Während du bei Pen & Paper beschreibst, was deine Figur tut, setzt du es beim LARP so weit wie sinnvoll und sicher selbst um: Du gehst durch die Spielwelt, führst Gespräche, suchst Hinweise, handelst, feierst, verhandelst oder stellst dich einer Gefahr.

Der Begriff wird gleichzeitig für das Hobby und für einzelne Veranstaltungen benutzt. Wenn jemand sagt „Ich mache LARP“, meint er das Hobby. Wenn von „einem LARP“ oder „einer Con“ die Rede ist, ist meistens eine konkrete Veranstaltung gemeint.

Wichtig ist außerdem: LARP umfasst sehr unterschiedliche Genres und Spielstile. Ein düsteres Horror-LARP kann sich völlig anders anfühlen als eine Fantasy-Taverne oder ein historisch inspiriertes Gesellschaftsspiel. Es gibt daher nicht „das eine“ LARP. Gemeinsam ist den Formaten, dass die Teilnehmenden eine fiktive Situation gemeinsam erlebbar machen. Genau diese Mischung aus Improvisation, Atmosphäre, Kostüm, Geschichte und Gemeinschaft macht den Reiz des Hobbys aus.

Nein. LARP ist kein Vorsprechen und niemand erwartet eine professionelle Darstellung. Du brauchst weder Bühnenerfahrung noch eine besonders ausgefeilte Stimme oder einen langen Charaktermonolog. Für den Anfang reicht es völlig, dir ein paar einfache Eigenschaften deiner Figur zu überlegen und aus dieser Perspektive zu reagieren.

Hilfreich ist zum Beispiel die Frage: Was will meine Figur heute? Vielleicht sucht sie Arbeit, möchte jemanden kennenlernen, hat Angst vor Magie oder ist neugierig auf Gerüchte. Solche kleinen Ziele geben dir sofort Anknüpfungspunkte. Wenn du unsicher bist, kannst du außerdem zunächst mehr beobachten, Fragen stellen und auf Angebote anderer reagieren. Das Spiel wird meistens leichter, sobald das erste Gespräch begonnen hat.

Wichtig ist nicht, „gut zu spielen“, sondern anderen etwas zum Anspielen zu geben und ihre Ideen ebenfalls aufzunehmen. Ein glaubwürdiges Staunen, ein ernst gemeintes Gespräch oder eine kleine Entscheidung kann eine Szene stärker machen als großes Schauspiel. LARP funktioniert am besten, wenn alle gemeinsam eine Situation erschaffen – nicht, wenn einzelne versuchen, die beste Performance abzuliefern.

Ja. Viele Menschen kommen ohne bestehende Gruppe zu ihrer ersten Veranstaltung. Das kann am Anfang ungewohnt wirken, ist aber im LARP oft leichter als bei einer normalen Party: Du hast bereits eine Rolle, eine gemeinsame Spielwelt und damit automatisch Gesprächsanlässe. Du kannst nach Arbeit fragen, Gerüchte sammeln, dich einer Expedition anschließen oder schlicht jemanden fragen, was gerade passiert.

Für den Einstieg helfen unsere Veranstaltungen, die neue Teilnehmende bewusst zusammenbringen. Bei der Tavernen XP startet beispielsweise eine kleine Einsteigergruppe gemeinsam. Vor dem eigentlichen Spiel gibt es eine Einführung, und während des Abends stehen Ansprechpersonen zur Verfügung. Dadurch musst du nicht ohne Orientierung in eine bereits laufende Szene springen.

LARP ist kein einzelnes Genre. Besonders verbreitet ist Fantasy-LARP mit Tavernen, Magie, Abenteurern und mittelalterlich inspirierten Spielwelten. Daneben gibt es Endzeit-, Horror-, Science-Fiction-, Steampunk-, Western- und historisch inspirierte Veranstaltungen sowie Mischformen. Auch innerhalb eines Genres können sich Konzepte stark unterscheiden.

Ein zweiter Unterschied liegt im Spielstil. Manche unserer Cons setzen auf Abenteuer, Kämpfe und vorbereitete Aufgaben. Andere konzentrieren sich auf gesellschaftliches Spiel, Politik, Beziehungen oder intensive Charaktergeschichten. Unsere Tavernen-LARPs sind häufig kompakter und leben stark von Begegnungen.

Auch die Rollenverteilung variiert: Auf manchen Veranstaltungen entwickeln Spieler ihre Figuren frei, auf anderen werden Rollen vollständig oder teilweise vorgegeben. Für Einsteiger ist deshalb nicht nur das Genre wichtig. Lies dir die Veranstaltungsbeschreibung durch und frage dich: Möchte ich Action, Atmosphäre, soziale Szenen, Rätsel, Horror oder eher ein entspanntes Kennenlernen? Je klarer das Konzept zu deinen Interessen passt, desto leichter fällt der Einstieg.

Der genaue Ablauf hängt von der Veranstaltung ab, aber einige Schritte sind typisch. Nach der Anmeldung erhältst du Informationen zu Ort, Zeiten, Regeln, Unterbringung und benötigter Ausrüstung. Vor Ort folgen bei längeren Veranstaltungen meist Check-in und eine kurze organisatorische Einweisung. Bei mehrtägigen Veranstaltungen kontrollieren wir häufig auch Polsterwaffen oder erklären Sicherheitsregeln in einer Kurzen Ansprache. Danach beginnt das eigentliche Spiel.

Ab diesem Moment reagierst du möglichst innerhalb der Spielwelt. Du lernst Figuren kennen, bekommst Informationen, gerätst in kleine oder große Geschichten und entscheidest selbst, worauf du dich einlässt. Manche unserer Veranstaltungen haben einen deutlich vorbereiteten Plot, andere leben stärker vom freien Spiel zwischen den Charakteren.

Am Ende gibt es gelegentlich eine offizielle Spielende-Ansage, danach wird wieder ganz normal miteinander gesprochen, aufgeräumt und abgereist. Bei einem Wochenend-LARP kommen Übernachtung, Mahlzeiten und natürlich Pausen hinzu. Für Einsteiger sind unsere kürzeren Formate wie Tavernenabende praktisch, weil man den Ablauf kennenlernen kann, ohne direkt ein ganzes Wochenende einzuplanen.

LARP kann zu sehr unterschiedlichen Menschen passen. Du musst weder besonders extrovertiert noch sportlich, kreativ oder „fantasy-erfahren“ sein. Manche lieben intensive Charaktergespräche, andere lösen Rätsel, tanzen, handeln, kämpfen oder genießen einfach die Atmosphäre. Unsere Veranstaltungen bieten meist verschiedene Möglichkeiten, sich einzubringen.

Entscheidend ist eher die Haltung: Du solltest bereit sein, die gemeinsame Fiktion ernst genug zu nehmen, damit auch andere darin spielen können. Dazu gehören Rücksicht, Respekt und die Bereitschaft, Spielangebote anzunehmen, ohne jede Situation kontrollieren zu wollen. Wer ausschließlich zuschauen möchte, wird beim klassischen LARP oft weniger erleben, denn die Faszination entsteht durch Beteiligung.

Auch körperliche Einschränkungen schließen LARP nicht grundsätzlich aus. Allerdings unterscheiden sich Locations und Konzepte stark. Wer besondere Anforderungen an Barrierefreiheit, Ernährung, Ruhezeiten oder medizinische Versorgung hat, sollte diese vor der Buchung mit uns klären. Für Unsichere sind Einsteigerformate besonders hilfreich, weil sie einen begleiteten und überschaubaren ersten Kontakt mit dem Hobby ermöglichen.

Spiel, Regeln und Sicherheit

Wie gemeinsames Spiel funktioniert, was im Kampf gilt und warum die Regeln je nach Veranstaltung variieren.

„In-Time“ oder kurz IT bezeichnet alles, was innerhalb der dargestellten Spielwelt passiert. Wenn du als deine Figur mit einem Wirt sprichst, einen Brief überbringst oder vor einem Monster fliehst, bist du IT. „Out-Time“ beziehungsweise OT bezeichnet die reale Ebene außerhalb der Rolle: organisatorische Fragen, echte Verletzungen, technische Probleme oder Gespräche nach Spielende.

Die Unterscheidung hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Eine wütende Aussage einer Figur ist nicht automatisch die Meinung des Spielers dahinter. Gleichzeitig gelten reale Grenzen und Sicherheitsbedürfnisse immer weiter, egal wie dramatisch die Szene gerade ist. Muss jemand aus einer Situation heraus, hat das Vorrang vor der Fiktion.

Bei mehrtägigen Veranstaltungen erklären wir bei der ersten Ansprache auch noch einmal die unterschiedlichen Zeichen oder Begriffe, um OT-Situationen zu markieren. Für Einsteiger genügt zunächst: Solange du spielst, versuchst du, aus Sicht deiner Figur zu reagieren. Wenn etwas real geklärt werden muss, machst du (z.B. durch vor der Brust gekreuzte Arme) deutlich, dass du gerade außerhalb des Spiels sprichst. Gute Kommunikation sorgt dafür, dass die immersive Spielwelt und die reale Sicherheit nebeneinander funktionieren können.

Es gibt kein einziges Regelwerk, das für alle LARPs gilt. Viele Veranstalter legen selbst fest, welche Regeln zu ihrem Spiel passen.

Für unsere LARPs findest du im Downloadbereich unter anderem Regeln und Verhaltensweisen für „Die Katakomben“, einen Link zum DragonSys-Regelwerk (in Deutschland sehr verbreitet) sowie Ergänzungen, etwa für Magie oder Alchemie.

Als Einsteiger musst du nicht jedes Detail perfekt beherrschen. Sicherheitsrelevante Regeln solltest du kennen; bei spieltechnischen Fragen kannst du die Spielleitung fragen. Fairness, Rücksicht und eine gute Darstellung sind in der Praxis meist wichtiger als Regelwissen auswendig aufzusagen.

LARP-Kampf ist dargestellter Kampf, kein echter Zweikampf. Auf unseren LARPs werden speziell dafür gebaute Polsterwaffen verwendet, und Schläge werden kontrolliert ausgeführt. Ziel ist eine spannende, glaubwürdige Szene, bei der alle Beteiligten möglichst sicher bleiben – nicht, den Gegner körperlich zu besiegen.

Wenn du noch nie mit einer Polsterwaffe gespielt hast, lass dir die Grundlagen zeigen. Bei unserer Tavernen XP gehört eine Einführung in die Grundlagen des LARP-Kampfes zum Workshop, und eine Leih-Polsterwaffe stellen wir dir für den Abend zur Verfügung.

Du musst übrigens nicht kämpfen, nur weil eine Waffe in der Spielwelt existiert. Weglaufen, verhandeln, Hilfe holen oder einen nicht kämpfenden Charakter spielen sind genauso legitime Entscheidungen.

Absolut. Kampf ist nur eine von vielen möglichen Spielformen. Je nach Veranstaltung kannst du ein ganzes Wochenende erleben, ohne eine Waffe in die Hand zu nehmen. Händler, Gelehrte, Heiler, Diplomaten, Handwerker, Geistliche, Musiker, Boten oder Wirtsleute erzeugen oft sehr viel Spiel, gerade weil sie andere Arten von Konflikten und Begegnungen ermöglichen.

Selbst auf unseren abenteuerorientierten Fantasy-Cons gibt es meist Aufgaben, die mit Gesprächen, Rätseln, Recherche, Ritualen, Versorgung oder Verhandlungen zu tun haben. Wenn Kämpfe beginnen, kann deine Figur sich zurückziehen, Verwundete versorgen oder auf andere Weise reagieren. Niemand sollte dich zu körperlichem Kampf drängen, wenn du das nicht möchtest.

Achte bei der Auswahl der Veranstaltung trotzdem auf das Konzept. Ein kampflastiges Schlachten-LARP setzt andere Schwerpunkte als eine Taverne oder ein gesellschaftliches Spiel. Wenn du Kampf ausdrücklich vermeiden möchtest, frag uns, wie gut das bei einem speziellen Con möglich ist.

LARP wird besonders interessant, wenn unterschiedliche Rollen voneinander abhängig sind. Der mutigste Kämpfer braucht möglicherweise Informationen, Heilung, Ausrüstung oder jemanden, der einen Streit überhaupt erst ohne Gewalt löst.

Das ist sehr unterschiedlich. Auf unseren Wochenend-Cons läuft das Spiel 24 Stunden lang, auch wenn es in der Nacht selbstverständlich ruhiger wird, so dass du ausreichend Schlaf bekommst. Selbstverständlich kannst du dich auch jederzeit zurückziehen und die Spieler-Zimmer sind Out-time-Zonen, d.h. hier wird niemand ungefragt eindringen oder darin spielen.

Unabhängig vom Konzept gilt: Deine reale Leistungsfähigkeit zählt. Wenn du müde bist, darfst du schlafen. Plane warme Kleidung, eine Lampe für OT-Wege und sichere Schuhe ein. Alkohol, Dunkelheit und unebenes Gelände können Risiken erhöhen; verhalte dich entsprechend vorsichtig.

Für die erste mehrtägige Veranstaltung ist es hilfreich, nicht zu versuchen, „alles mitzunehmen“. Ein ausgeschlafener zweiter Spieltag ist meist wertvoller als eine Nacht, die du nur deshalb durchspielst, weil du glaubst, das gehöre zwingend dazu.

Unsere Cons werden mit Sicherheitsregeln und speziell geeigneter Ausrüstung so gestaltet, dass vermeidbare Risiken reduziert werden. Trotzdem bleibt LARP eine reale Freizeitaktivität: Menschen bewegen sich auf Gelände, laufen im Dunkeln, benutzen Requisiten und können – je nach Veranstaltung – an dargestellten Kämpfen teilnehmen. Eine völlige Risikofreiheit gibt es daher nicht.

Wir erklären vor der Veranstaltung relevante Regeln, definieren Spielbereiche und haben Ansprechpersonen für Probleme. Als Teilnehmer trägst du ebenfalls Verantwortung: kontrolliert handeln, Grenzen anderer respektieren, beschädigte Ausrüstung nicht benutzen und reale Gefahren nicht „für die Immersion“ ignorieren. Wenn etwas unsicher wirkt, brich die Szene ab und kläre es.

Bei gesundheitlichen Besonderheiten solltest du vorab prüfen, ob das Konzept und die Location für dich geeignet sind. Nimm notwendige Medikamente mit.

Auch emotional intensive Inhalte können relevant sein. Lies Content-Hinweise und Sicherheitskonzepte, sofern vorhanden. Sicherheit bedeutet im LARP nicht nur Polsterwaffen, sondern ebenso verantwortungsvollen Umgang miteinander. Im Zweifel gelten immer die konkreten Vorgaben unserer jeweiligen Veranstaltung.

Meistens: nichts Dramatisches. LARP ist improvisiert, und jeder verspricht sich, versteht eine Regel falsch oder reagiert einmal anders, als er es sich später gewünscht hätte. Gerade als Einsteiger musst du nicht alles wissen. Wenn eine Szene kurz stockt, findet sie normalerweise schnell wieder ins Spiel zurück.

Bei einer Regelunsicherheit kannst du Mitspielende oder die Spielleitung fragen. Wenn du versehentlich etwas OT sagst, korrigierst du dich und spielst weiter. Und wenn du in einer Szene eine Grenze überschritten oder jemanden unbeabsichtigt verletzt hast, ist eine ehrliche Entschuldigung wichtiger als der Versuch, es mit der Rolle zu rechtfertigen.

Hilfreich ist die Haltung, Fehler als Teil des Lernens zu sehen. Du wirst nach deiner ersten Veranstaltung sehr viel besser verstehen, was für dich funktioniert. Vielleicht war der Charakter zu kompliziert, die Schuhe ungeeignet oder du hast dich zu wenig getraut, andere anzusprechen. Das sind wertvolle Erkenntnisse.

Niemand spielt eine perfekte Con. Gute LARP-Momente entstehen gerade deshalb, weil Menschen spontan aufeinander reagieren. Aufmerksamkeit und Rücksicht zählen deutlich mehr als fehlerfreie Regelkenntnis.

Häufige Fragen und der nächste Schritt

Typische Anfängerfehler, Downloads, Twilight-Regeln und wie es nach dem ersten Erlebnis weitergeht.

Der häufigste Fehler ist, sich vor dem ersten LARP zu viel vorzunehmen. Ein extrem komplizierter Charakter, teure Komplettausstattung und die Erwartung, jede Geschichte erleben zu müssen, erzeugen eher Stress als gutes Spiel. Starte kleiner. Eine einfache Figur, bequeme Gewandung und Neugier reichen.

Ein zweiter Fehler ist, nur auf den eigenen Plot zu warten. LARP funktioniert durch Interaktion. Sprich Menschen an, stell Fragen und reagiere auf das, was um dich herum passiert. Gleichzeitig solltest du anderen Raum lassen. Nicht jede Szene muss sich um deinen Charakter drehen.

Praktisch werden oft Schuhe, Wetter und Schlaf unterschätzt. Eine Con macht deutlich weniger Spaß, wenn du frierst, Blasen hast oder am zweiten Tag völlig erschöpft bist. Komfort ist kein Gegensatz zu Atmosphäre.

Und schließlich: Verwechsle Konflikte zwischen Figuren nicht mit Konflikten zwischen Spielern. Dramatisches In-Time-Spiel kann Spaß machen, solange reale Grenzen respektiert werden. Wenn etwas unklar oder unangenehm ist, kläre es außerhalb der Rolle. Ein guter LARPer ist nicht derjenige mit der teuersten Rüstung, sondern jemand, mit dem andere gerne gemeinsam spielen.

Beginne mit der Frage, was du erleben möchtest: einen kurzen Tavernenabend, ein Fantasy-Wochenende, einen Maskenball, Horror oder ein anderes Genre? Danach kannst du gezielter nach Ort, Termin und gewünschtem Spielstil suchen.

Auf unserer Website findest du die aktuellen Twilight Community LARPs gebündelt. Dazu gehören je nach Saison unterschiedliche Formate – etwa „Die Katakomben“, Abenteuer-LARPs oder besondere Veranstaltungen. Für den begleiteten Einstieg gibt es die Tavernen XP. Tickets und verfügbare Termine werden zusätzlich im LARP.net-Shop angezeigt.

Wir bündeln zahlreiche Materialien im Bereich „Downloads“. Dort findest du organisatorische Dokumente, Regeln und Ergänzungen sowie grafische Inhalte. Zum aktuellen Angebot gehören beispielsweise Unterlagen für Minderjährige, allgemeine Geschäftsbedingungen, ein Informationsflyer zum Thema LARP und Regeln beziehungsweise Verhaltenshinweise für einzelne Veranstaltungen.

Im Regelbereich werden außerdem Verweise oder Ergänzungen zu Spielsystemen angeboten, unter anderem zu DragonSys sowie thematische Appendices für Magie und Alchemie. Welche Dokumente du tatsächlich brauchst, hängt von der Veranstaltung und deiner Rolle ab. Lade deshalb nicht vorsorglich alles herunter, sondern prüfe die Ausschreibung deines Cons.

Der Downloadbereich enthält außerdem Spielwelt-Materialien und grafische Goodies wie Wallpaper, Logos oder Banner. Für Einsteiger ist besonders der Informationsbereich interessant, während erfahrene Spieler eher gezielt Regelergänzungen benötigen.

Teil der Community zu werden bedeutet nicht zwingend, einem festen Verein beizutreten oder sofort organisatorische Verantwortung zu übernehmen. Der einfachste Einstieg ist die Teilnahme an Veranstaltungen. Wenn du häufiger kommst, lernst du automatisch Spieler, Helfer und Orga kennen und findest heraus, wo du dich wohlfühlst.

Wir empfinden unsere Community ausdrücklich breiter als „nur spielen“. Viele unterstützen Veranstaltungen als NSC, Spielleitung oder Helfer, beim Auf- und Abbau, Basteln, Fotografieren, Kochen, Sanitätsdienst, Verteilen von Flyern, Schreiben über das Hobby oder organisieren eigene Cons. Auch kleine Beiträge können wichtig sein.

Wenn du dich engagieren möchtest, sprich uns gerne an: „Ich würde beim Aufbau helfen“ ist leichter einzuordnen als ein allgemeines „Ich möchte irgendwas machen“. Bei wiederkehrenden Veranstaltungen kannst du zunächst einfach mit anpacken und schauen, welche Aufgaben dir liegen.

Community funktioniert am besten, wenn Teilnahme und Unterstützung freiwillig bleiben. Du darfst also genauso gut einfach als Spieler kommen. Wenn du irgendwann mehr beitragen möchtest, gibt es viele Wege – praktische, kreative und organisatorische.

Es gibt nicht ein einziges Regelwerk, das automatisch für jedes unserer LARPs gilt. Unsere Veranstaltungen unterscheiden sich in Setting und Spielweise, deshalb können auch Regelwerke und Ergänzungen variieren. Für dich sind immer die Angaben in der konkreten Ausschreibung, den Teilnahmeinformationen und den aktuellen Downloads maßgeblich.

Im unserem Downloadbereich findest du beispielsweise eigene Regeln und Verhaltensweisen für „Die Katakomben“ sowie Verweise auf DragonSys und ergänzende Hausregeln für bestimmte Themen wie Magie oder Alchemie. Andere Veranstaltungen können zusätzliche oder abweichende Vorgaben haben.

Unabhängig vom System solltest du vor allem sicherheitsrelevante Regeln ernst nehmen: zugelassene Ausrüstung, Kampf, gesperrte Bereiche, Verhalten bei echten Notfällen und Anweisungen der Spielleitung. Wenn du etwas nicht verstehst, frag vor Spielbeginn oder direkt bei einer SL. Diese Informationen erhältst du bei uns vor jeder mehrtägigen Veranstaltung per E-Mail.

Wenn deine Frage eine unserer Veranstaltungen betrifft, sind wir die beste Anlaufstelle. Wir können dir sagen, welche Regeln gelten, was du mitbringen musst, ob ein Charakterkonzept passt oder welche besonderen Bedingungen die Location hat. Viele Unsicherheiten lassen sich mit einer kurzen Nachricht vorab schnell klären.

Während einer Veranstaltung solltest du dich bei organisatorischen oder spielbezogenen Problemen an die unsere Spielleitungen wenden. Bei der Tavernen XP sind ausdrücklich ansprechbare Mentor- beziehungsweise Spielleitungsstrukturen Teil des Einstiegskonzepts, sodass Neulinge nicht selbst herausfinden müssen, wer zuständig ist.

Und keine Sorge vor „Anfängerfragen“. Bei Ausrüstung, Gewandung oder Regeln ist Nachfragen fast immer sinnvoller als eine Annahme, die später Probleme verursacht.

Weil LARP etwas verbindet, das viele andere Hobbys getrennt anbieten: Geschichten, Begegnungen, Kreativität und echtes Erleben. Du liest nicht nur von einer Taverne, einem geheimnisvollen Wald oder einer schwierigen Entscheidung – du stehst selbst darin und musst reagieren. Geräusche, Wetter, Kostüme, Räume und vor allem die anderen Menschen machen die Spielwelt unmittelbar.

Dabei musst du kein Fantasy-Fan sein und auch keine bestimmte Art von Rolle mögen. Vielleicht begeistert dich das Improvisieren, vielleicht das Basteln an Gewandung, das Kämpfen mit Polsterwaffen, historische Tänze, Rätsel oder einfach das gemeinsame Wochenende. Viele entdecken erst beim Ausprobieren, welcher Teil des Hobbys zu ihnen passt.

LARP kann außerdem überraschend sozial sein. Weil alle gemeinsam eine fiktive Situation herstellen, entstehen schnell Gespräche und Erlebnisse, an die man sich lange erinnert. Natürlich ist nicht jede Veranstaltung für jeden Menschen geeignet – Genre, Intensität und Gruppe müssen passen.

Genau deshalb ist ein kleiner Einstieg sinnvoll. Ein Tavernenabend oder ein begleitetes Format wie unsere Tavernen XP gibt dir die Chance, das Hobby tatsächlich zu erleben, bevor du dich für größere Cons oder umfangreiche Ausrüstung entscheidest.

Vorbereitungen für das erste LARP

Kosten, Gewandung, Ausrüstung und ein unkomplizierter erster Charakter.

Die Kosten hängen stark von Dauer, Location, Verpflegung und Konzept ab. Ein Tavernenabend ist in der Regel deutlich günstiger als ein mehrtägiges Burg-LARP mit Übernachtung und Vollverpflegung.

Für dein erstes LARP musst du trotzdem kein großes Budget einplanen. Vieles lässt sich leihen, gebraucht kaufen oder mit vorhandener Kleidung kombinieren. Bei unserem begleiteten Einsteigerformat “Tavernen XP” ist die Leihgewandung oder weitere Ausrüstung bereits Bestandteil des Angebots. Das verhindert, dass du viel Geld investierst, bevor du überhaupt weißt, welcher Stil dir gefällt.

Vergleiche bei Veranstaltungen nicht nur den Ticketpreis. Prüfe, was enthalten ist: Übernachtung, Verpflegung, Bett oder Zeltplatz, Workshops, Leihmaterial und sonstige Leistungen. Wenn du langfristig ins Hobby einsteigst, lohnt es sich, Ausrüstung langsam aufzubauen. Ein gut gewähltes Basisset ist meist sinnvoller als ein teurer Komplettkauf für einen Charakter, den du nach zwei Veranstaltungen vielleicht schon verändern möchtest.

Für den Anfang brauchst du keine filmreife Ausstattung. Deine Gewandung sollte vor allem zum Setting passen und möglichst wenige moderne Elemente sichtbar lassen. Bei einem klassischen Fantasy-LARP funktionieren zum Beispiel eine schlichte Tunika oder Bluse, eine unauffällige Hose oder ein Rock, ein Gürtel und robuste Schuhe. Mit einer Weste, einem Mantel, Tuch oder einfachen Accessoires lässt sich das später leicht erweitern.

Am wichtigsten ist, dass du dich bewegen kannst und auf das Wetter vorbereitet bist. Ein wunderschöner Mantel hilft wenig, wenn du bei Regen frierst oder deine Schuhe nach einer Stunde drücken. Moderne Funktionskleidung kann unter der Gewandung sehr sinnvoll sein, solange sie nicht sichtbar das Gesamtbild dominiert.

Bei der Tavernen XP gehört einfache Leihgewandung zum Einstiegskonzept; einige unauffällige Grundkleidungsstücke bringst du selbst mit. Das ist ein guter Weg, erst einmal herauszufinden, welche Art von Figur und Stil dir Spaß macht. Danach kannst du gezielt investieren, statt wahllos „mittelalterliche“ Kleidung zu kaufen.

Nein – es sei denn, die konkrete Veranstaltung verlangt ausdrücklich einen hohen historischen Standard. Unsere Fantasy-LARPs orientieren sich eher an einer glaubwürdigen Spielwelt als an einer bestimmten Epoche. Wichtig ist deshalb vor allem, dass deine Kleidung stimmig wirkt und die Immersion anderer nicht unnötig bricht.

Einsteiger unterschätzen manchmal, wie viel bereits einfache Details verändern: sichtbare Logos vermeiden, moderne Reißverschlüsse verdecken, keine weißen Schuhe tragen, keine modernen Stoffe (z.B. Jeans) nutzen und alltägliche Gegenstände in Beutel oder Taschen packen. Solche kleinen Anpassungen bringen oft mehr als ein teures Kostüm.

„Perfekt“ ist ohnehin ein schwieriger Maßstab. Viele langjährige LARPer entwickeln ihre Figuren über Jahre weiter. Kleidung bekommt Gebrauchsspuren, neue Gegenstände erzählen Geschichten, und irgendwann passt alles zusammen. Genau dieser Prozess gehört zum Hobby. Starte deshalb mit einer soliden Basis und ergänze sie erst, wenn du weißt, was deine Figur tatsächlich braucht.

Das hängt davon ab, ob du einen Abend, ein Zelt-Con oder eine Veranstaltung mit fester Unterkunft besuchst. Für einen kurzen Tavernenabend reichen meist Gewandung, passende Schuhe, persönliche Dinge und gegebenenfalls etwas Geld. Bei einem Wochenende kommen Schlafsachen, Hygieneartikel, wetterfeste Kleidung, Handtuch, Trinkgefäß und je nach Unterkunft Bettwäsche oder Schlafsack hinzu.

Eine eigene LARP-Waffe ist für den Einstieg nicht automatisch nötig. Wenn du einen friedlichen Charakter spielst, brauchst du möglicherweise überhaupt keine. Bei Veranstaltungen mit Kampf solltest du ausschließlich dafür geeignete Polsterwaffen. Normale Dekowaffen oder Trainingswaffen gehören nicht in einen LARP-Kampf.

Praktisch ist eine kleine „OT-Reserve“ mit Pflastern, Medikamenten, Ladegerät, Sonnen- und Regenschutz. Diese Dinge müssen nicht Teil der Spielwelt sein; wichtig ist, dass du gut durch den Tag kommst. Für Wochenendveranstaltungen lohnt sich außerdem eine Packliste. Schreibe dir nach deiner ersten Con auf, was gefehlt hat und was unnötig war. So entsteht nach wenigen Veranstaltungen deine persönliche, wirklich funktionierende Ausrüstung.

Halte deinen ersten Charakter bewusst einfach. Du brauchst keine zwanzig Seiten Hintergrundgeschichte. Drei Fragen reichen als Start: Wer bin ich? Was möchte ich? Und warum bin ich heute hier? Aus diesen Antworten entsteht bereits eine spielbare Figur.

Beispiel: Du bist eine reisende Kräutersammlerin, suchst seltene Zutaten und möchtest Kontakte zu Heilkundigen knüpfen. Das gibt dir sofort Gründe, mit anderen zu sprechen. Oder du spielst einen jungen Handwerker auf der Suche nach Arbeit. Auch das schafft natürliche Szenen, ohne dass du großes Wissen über die Spielwelt brauchst.

Gute Einsteigercharaktere haben Stärken, aber auch offene Fragen und kleine Schwächen. Wer bereits der berühmteste Schwertmeister, Erzmagier und geheime König zugleich ist, lässt anderen wenig Raum. Spannender ist eine Figur, die noch etwas lernen, erreichen oder herausfinden möchte.

Baue außerdem nur Hintergrundwissen ein, das du wirklich brauchst. Viele Details ergeben sich während des Spiels von selbst. Nach dem ersten Abend kannst du entscheiden, welche Beziehungen, Erlebnisse und Eigenschaften du weiterentwickeln möchtest. So wächst der Charakter organisch aus tatsächlich gespielten Geschichten.

Geeignet sind Rollen, die leicht verständliche Gründe für Gespräche haben und kein umfangreiches Spezialwissen voraussetzen. Reisende, Handwerker, Händler, Boten, Heilergehilfen, Söldner ohne großen Rang oder neugierige Abenteurer funktionieren deshalb oft sehr gut. Du kannst Fragen stellen, Hilfe anbieten und dich glaubwürdig für Dinge interessieren, die du als Spieler selbst noch nicht kennst.

Weniger einfach sind Rollen, die behaupten, auf einem Gebiet absolute Experten zu sein. Ein berühmter Hofmagier, hoher Priester oder legendärer Heerführer erzeugt schnell Erwartungen, die beim ersten LARP unnötigen Druck machen. Das heißt nicht, dass solche Konzepte verboten sind – nur, dass ein offener, lernfähiger Charakter den Einstieg meist entspannter macht.

Auch ein klarer sozialer „Haken“ hilft: Deine Figur sammelt Geschichten, sucht einen Auftrag, bietet Reparaturen an oder möchte eine bestimmte Person finden. Damit hast du immer einen Grund, jemanden anzusprechen. Wenn du unsicher bist, frage uns, welche Rollen gut in das konkrete Setting passen. Eine einfache Figur, die gut mit der Welt verbunden ist, bringt meist mehr Spiel als ein kompliziertes Konzept, das niemand versteht.

Lies zuerst die Veranstaltungsbeschreibung vollständig. Wichtig sind Anreise, Beginn und Ende, Unterkunft, Verpflegung, Altersgrenzen, Regeln, Sicherheitsinformationen und besondere Anforderungen an Gewandung oder Ausrüstung. Bei Unklarheiten solltest du uns lieber vorher fragen, statt vor Ort improvisieren zu müssen.

Danach kümmerst du dich um drei Dinge: eine einfache Figur, passende Kleidung und deine praktische Ausstattung. Probiere die Gewandung vorab einmal komplett an und laufe auch in den Schuhen. Packe wetterabhängig und denke bei einem Wochenende an Schlaf und Hygiene. Wenn du eine Polsterwaffe mitbringst, prüfe sie auf Schäden und informiere dich über die Waffenregeln.

Für das Rollenspiel musst du nichts auswendig lernen. Zwei oder drei Ziele deiner Figur und ein paar grundlegende Informationen zum Setting reichen. Plane außerdem nicht jede Minute. LARP lebt davon, dass Unerwartetes passiert.

Wenn dir der Sprung in ein ganzes Wochenende zu groß erscheint, beginne mit einem Tavernenabend oder einem begleiteten Format wie unserer Tavernen XP. Dort kannst du viele Grundlagen direkt vor Ort kennenlernen und anschließend selbst ausprobieren.

Community, Begriffe und Veranstaltungsformen

Wie du Anschluss findest, was SC und NSC bedeuten und welche Einstiegsangebote LARP.net anbietet.

Der einfachste Weg ist, an einer Veranstaltung teilzunehmen und aktiv kleine Kontakte zu suchen. LARP liefert dir dafür automatisch Anlässe: Frag nach Gerüchten, einer Aufgabe, einer Gruppe für eine Expedition oder einfach danach, wo du helfen kannst. Aus einem kurzen In-Time-Gespräch entstehen oft ganz normale Bekanntschaften nach dem Spiel.

Du kannst dich auch außerhalb der eigentlichen Con einbringen. Unsere Twilight Community bietet viele Möglichkeiten: als NSC, Spielleitung oder Helfer, beim Auf- und Abbau, beim Basteln, Fotografieren, Kochen, Verteilen von Flyern oder bei Vereins- und Organisationsarbeit. Community entsteht nicht nur auf der Spielfläche, sondern auch durch all die Menschen, die Veranstaltungen möglich machen.

Für Einsteiger sind wiederkehrende Formate besonders angenehm, weil man dieselben Gesichter öfter trifft. „Die Katakomben“ in Köln sind bei uns ein regelmäßiger Community-Treffpunkt, und die Tavernen XP verbindet den Einstieg ins Hobby mit ersten Kontakten zu anderen Neulingen.

Du musst dabei nicht sofort Teil einer festen Gruppe werden. Geh ein oder zwei Mal hin, finde heraus, mit wem und wie du gerne spielst, und lass Beziehungen wachsen.

„Con“ ist die Kurzform von Convention und im LARP die gängige Bezeichnung für eine Veranstaltung. Eine Con kann ein paar Stunden, einen Abend, ein Wochenende oder mehrere Tage dauern. Größe und Inhalt reichen von einer kleinen Taverne bis zu sehr großen Events mit zahlreichen Gruppen und Handlungssträngen.

Wenn jemand von einer „Wochenend-Con“ spricht, ist meist eine Veranstaltung mit Anreise am Freitag, Spiel bis Sonntag und Übernachtung gemeint. Bei einem „Tages-Con“ gibt es normalerweise keine Übernachtung. Eine „Taverne“ ist oft ein kürzeres, wiederkehrendes Format mit starkem Fokus auf Begegnung und freies Rollenspiel.

Der Begriff sagt also noch wenig über Genre oder Spielstil aus. Bevor du buchst, solltest du die Beschreibung lesen: Was wird gespielt? Wie intensiv ist das Konzept? Gibt es Kämpfe? Wie wird übernachtet? Ist Verpflegung enthalten? Welche Gewandung wird erwartet?

Für das erste LARP ist eine überschaubare Con oft angenehm, weil du schneller verstehst, was um dich herum passiert.

SC steht für Spielercharakter. Als SC entwickelst und spielst du deine eigene Figur innerhalb des Veranstaltungsrahmens. Du entscheidest grundsätzlich selbst, wie sie handelt, welche Beziehungen sie eingeht und welche Geschichten du verfolgst. Natürlich gelten dabei Setting, Regeln und die Konsequenzen des gemeinsamen Spiels.

NSC bedeutet Nichtspielercharakter. NSC werden von der Orga eingesetzt, um bestimmte Rollen für die Spielwelt darzustellen: Bewohner, Gegner, Auftraggeber, Monster, Wachen oder andere Figuren, die für geplante Situationen gebraucht werden. Je nach Con erhalten NSC sehr genaue Rollen oder nur einen groben Rahmen und improvisieren den Rest.

Bei uns ist Mitmachen ausdrücklich nicht auf SC beschränkt. Community-Arbeit umfasst unter anderem NSC, Spielleitung und Helfertätigkeiten. Wenn du neugierig bist, frag bei der jeweiligen Veranstaltung, welche Form der Teilnahme gerade gesucht wird.

Die bekannteste Spielwelt ist Fantasy: mittelalterlich inspirierte Kleidung, Magie, fantastische Völker, Abenteurer und Tavernen. Aber LARP kann praktisch jedes Genre aufgreifen. Es gibt Endzeit-Szenarien, Horror, Science-Fiction, Steampunk, Western, Gegenwartssettings, historische Stoffe und experimentelle Mischformen.

Auch die Atmosphäre innerhalb eines Genres variiert. Fantasy kann märchenhaft, düster, politisch, humorvoll oder sehr bodenständig gespielt werden. Ein Horror-LARP kann auf psychologische Spannung setzen, während ein Endzeit-Event mehr Action und Ressourcenknappheit bietet. Daher lohnt es sich, nicht nur nach dem Genre zu entscheiden, sondern nach der konkreten Beschreibung.

Unsere Community-Angebote bieten eine große Bandbreite von Fantasy über Endzeit bis Horror. Aktuelle Veranstaltungen können dennoch andere Schwerpunkte setzen und ändern sich im Laufe der Jahre.

Für deinen ersten Charakter ist wichtig, dass er zur jeweiligen Welt passt. Ein Konzept, das auf einer Fantasy-Taverne hervorragend funktioniert, kann in einem modernen Survival-Szenario völlig fehl am Platz sein. Im Zweifel lieber zuerst die Welt wählen und danach den Charakter bauen – nicht umgekehrt.

Eine LARP-Taverne ist eine meist kürzere Veranstaltung, bei der ein Gasthaus, eine Schenke oder ein vergleichbarer Treffpunkt innerhalb der Spielwelt im Mittelpunkt steht. Die Teilnehmenden kommen mit ihren Charakteren zusammen, reden, handeln, feiern, hören Gerüchte oder geraten in kleinere Geschichten. Der Schwerpunkt liegt stärker auf sozialem Rollenspiel als auf einem großen Abenteuerplot.

Gerade deshalb eignen sich Tavernen gut zum Einstieg. Du kannst selbst bestimmen, wie aktiv du sein möchtest, und hast viele natürliche Gesprächsanlässe. Wenn du kurz beobachten möchtest, fällt das weniger auf als mitten in einer großen Schlacht oder Expedition. Gleichzeitig können auch Tavernen sehr lebendig werden – mit Musik, Konflikten, geheimen Aufträgen oder überraschenden Gästen.

„Die Katakomben“ im alten Fort in Köln sind unser langjähriges Tavernen-Format und Community-Treffpunkt. Die Tavernen XP nutzt diesen Rahmen gezielt für Einsteiger: Nach einem Workshop, Leihgewandung und Einführung steigt die Gruppe gemeinsam in den eigentlichen Tavernenabend ein.

LARP XP steht für einen unkomplizierten Zugang zu interaktiven LARP-Erlebnissen. Die Idee dahinter ist, Menschen nicht nur theoretisch zu erklären, was Liverollenspiel ist, sondern ihnen einen Rahmen zu geben, in dem sie es tatsächlich ausprobieren können. Damit richtet sich das Angebot besonders an Neugierige, die bisher keine oder nur wenig Erfahrung mit dem Hobby haben.

Der Einstieg soll möglichst wenige Hürden haben: Du musst nicht bereits Teil einer LARP-Gruppe sein und sollst nicht zuerst monatelang Ausrüstung sammeln müssen. Stattdessen steht das Erlebnis im Vordergrund – gemeinsam in eine Situation eintauchen, Entscheidungen treffen und merken, wie sich eine Geschichte anfühlt, wenn du selbst darin handelst.

Ein konkretes aktuelles Format innerhalb dieses Ansatzes ist die Tavernen XP.

Die Tavernen XP ist ein gezielt begleiteter Einstieg in das Fantasy-LARP. Sie findet im Zusammenhang mit der LARP-Taverne „Die Katakomben“ im alten Fort in Köln statt und richtet sich an all jene ohne Vorkenntnisse oder eigene vollständige LARP-Ausrüstung.

Vor dem Spiel startet die Gruppe mit einem Workshop. Dort geht es um grundlegende Spiel- und Verhaltensregeln, Charaktererschaffung, Rollenspiel-Impulse und Grundlagen des LARP-Kampfes. Danach gibt es eine einfache Leihgewandung und bei Bedarf eine geeignete Leih-Polsterwaffe. Anschließend steigt die Einsteigergruppe gemeinsam in den laufenden Tavernenabend ein.

Besonders hilfreich ist, dass du während des Spiels nicht allein gelassen wirst. Es gibt Ansprechpersonen und einen festen Anlaufpunkt, an den du zurückkehren kannst, wenn du eine Frage hast oder einen neuen Spielimpuls brauchst. Gleichzeitig entscheidest du selbst, wie intensiv du dich beteiligen möchtest.

Als erstes LARP ist das Format vor allem dann interessant, wenn du den Einstieg lieber begleitet als komplett auf eigene Faust erleben möchtest.

Der Besuch der ersten LARP-Veranstaltung
Kleidung / Gewandung im LARP
LARP Regeln

AKTUELLE COMMUNITY LARPS

Die Katakomben - Mehr als eine LARP-Taverne, Community-Treffpunkt seit 2005

DIE KATAKOMBEN
Mehr als eine LARP-Taverne: Community Treffpunkt seit 2005
Die größte und älteste LARP-Taverne in Deutschland.
Nächster Termin:
SAMSTAG, 29.08.2026
Location: Altes Fort in Köln
Status: Anmeldung offen

INTOTHEWOODS – Nightwoods (Fantasy-Abenteurer-LARP vom 04.09. – 06.09.2026 auf Burg Bilstein)

INTOTHEWOODS: Nightwoods
Fantasy-Abenteurer-LARP
Termin: 04.09. – 06.09.2026
Location: Burg Bilstein bei Olpe
Ticket-Kosten: ab 105€
Status: Alle Plätze vergeben

TEARS OF WAX – Fantasy-Abenteurer LARP zu Silvester 2026/2026 (29.12.2026–01.01.2027 auf Burg Bilstein bei Olpe)

TEARS OF WAX
Fantasy-Abenteurer LARP zu Silvester 2026/2027
Termin: 29.12.2026 – 01.01.2027
Location: Burg Bilstein bei Olpe
Ticket-Kosten: ab 215€
Status: Anmeldung offen

Schriftzug des BAL du MASQUE

BAL du MASQUE 2027
LARP-Maskenball mit historischem Tanz
Termin: 13.03. – 14.03.2027
Location: Freusburg bei Siegen
Ticket-Kosten: ab 159€
Status: Anmeldung offen

"When Darkness Falls": Fantasy-Abenteurer-LARP vom 10.04.–12.04.2026 auf Burg Bilstein

When Darkness Falls
Fantasy-Abenteurer-LARP
Termin: 10.04. – 12.04.2026
Location: Burg Bilstein bei Olpe
Ticket-Kosten: ab 105€
Status: Anmeldung offen

INTOTHEWOODS – Nightwoods (Fantasy-Abenteurer-LARP vom 04.09. – 06.09.2026 auf Burg Bilstein)

INTOTHEWOODS: Nightwoods
Fantasy-Abenteurer-LARP
Termin: 04.09. – 06.09.2026
Location: Burg Bilstein bei Olpe
Ticket-Kosten: ab 105€
Status: Anmeldung offen