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EINE DÜSTERE HEXENGESCHICHTE IM TAL VON LÓRINVAL IN DER TERRA INCOGNITA

Der Rebenmarkt im Tal von Lórinval
In diesen Tagen scheint das goldene Sonnenlicht noch wärmend auf die Hänge von Lórinval in der Terra Incognita. Noch immer liegt ein Hauch von Sommer in der Luft. Doch wenn das Licht am Abend schwindet und die Nacht hereinbricht, spürt man, dass das Regiment des Herbstes längst begonnen hat. Umso kostbarer sind die letzten warmen Tage, die die Äpfel und Birnen reifen lassen, die Beeren erröten und den Pflaumen ihre säuerliche Süße schenken. Und – für das Tal von Lórinval besonders wichtig – jene Tage, die die Trauben heranreifen lassen, damit es eine gute Weinernte wird.
„Es ist gut, dass die Nächte jetzt kühl sind“, belehrt der alte Bauer seinen schlaksigen Sohn, der neben ihm an einem spärlich mit Rebstöcken bewachsenen Hang steht. „Dann wird der Wein umso süßer. Und er lässt sich umso besser verkaufen.“
Der Sohn schweigt. Er weiß, dass es auch in diesem Jahr nur wenige Trauben sein werden, die sie ernten. Wieder einmal. Der Weinbau hatte sich hier in Lórinval noch nie wirklich gelohnt. Er war stets nur ein Beibrot zu den übrigen Früchten und Gemüsen – und doch tut man so, als sei der Wein das Einzige, was diesen Landstrich ausmache.
„Es ist wie verhext“, dachte der Junge, „schon seit Jahren kümmern die Rebstöcke vor sich hin und verdorren im Sommer. Als läge ein Fluch auf ihnen. Wer würde es je den Alten sagen, dass die goldenen Zeiten der Weinernte für immer vorbei sind? Wer würde ihnen erklären, dass neue Zeiten angebrochen sind?“
„Ja“, flüsterte er schließlich, „dieses Jahr gehen wir noch einmal auf den Rebenmarkt auf der Burg. Ein allerletztes Mal vielleicht …“
Im Walde tief, wo Schatten thron’n,
wo keine Pfad und Spur mehr wohn’n,
da wachen Hexen, grün und gram,
ihr Name fliegt wie Fluch im Bann.
Sie spinnen Nacht in bleiche Fäden,
sie weben Schmerz in Kinderträgen.
Ihr Auge glimmt wie kalter Brand,
ihr Fluch zerfrisst das dürre Land.
Aus Knochen schmied’n sie ihren Kreis,
ihr Sang ist Tod, ihr Kuss ist Eis.
Sie trinken Angst aus dunklen Quellen,
und Flammen tanzen, wo sie bellen.
Drum kehr, o Wand’rer, um sogleich,
denn hinter dir wird’s todesgleich.
kein Herz schlägt mehr, kein Licht dort brennt —
wo Nachthex’ durch die Bäume rennt.
– ANREANISCHER KINDERREIM –


DEIN BESUCH IM TAL VON LÓRINVAL
Der Rebenmarkt …
Der Rebenmarkt von Lórinval ist weithin bekannt, doch wird in den letzten Jahren immer spärlicher besucht. Zu gering ist die Ernte der Trauben im einst so fruchtbaren Tal. Und dennoch liegt er auf deinem Weg und es ist jene Zeit im Jahr, in der man gerne einmal in einer Schänke einkehrt und es sich gut gehen lässt.
Und welcher Ort wäre für eine Rast besser geeignet als eine Burg mit einem Erntemarkt …?
Einige Wanderer auf deinem Weg berichteten davon, dass sie finstere Kreaturen im Wald gesehen hätten. Abergläubisch sprachen sie von den heimtückischen und finsteren “Nachthexen”, die sich tarnten, um ihre wahre Natur zu verbergen, nur um dann hinterrücks zuzuschlagen. Seit Jahren machten sie die Nächte unsicher.
Aber wer bist du, dass du den abergläubischen Bauern Gehör schenken würdest …? Du bist doch immer auf der Suche nach einem neuen Abenteuer, das bereits hinter der nächsten Ecke auf dich wartet …

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