INFORMATIONEN FÜR DEINEN CHARAKTER
DAS LEGENDÄRE "FESTIVAL DER KÜNSTE"
"The dark puppets dance … and everyone laughs …"
"Das Festival der Künste" auf "Burg Nachtklang"

Das „Festival der Künste“ auf Burg Nachtklang in Anrea: ein Ort, an dem sich in loser Folge allerlei Künstler treffen, um sich miteinander zu messen, sich einem breiten Publikum zu präsentieren oder einander nach vielen Jahren wiederzusehen. Es ist ein ausgelassenes, buntes Beisammensein in der sonst so dunklen Jahreszeit. Gäste heißt man herzlich willkommen, denn man bleibt nur ungern unter Seinesgleichen. Das Fest ist weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. In diesem Jahr sind erstmals nicht nur die klassischen Künste und Gewerke zugelassen, sondern auch neuartige Amusements – was das Ganze umso spannender macht. Doch Neuerungen bergen bisweilen ungeahnte, finstere Gefahren, die man in all dem heiteren Treiben kaum vermuten würde …
Was verschlägt dich nach Burg Nachtklang …?
- Hast du auf Plakaten und in Ankündigungen vom „Festival der Künste“ gehört und möchtest als Gast daran teilnehmen und dich daran erfreuen?
- Liegt Burg Nachtklang auf dem Weg deiner Reise und kommt dir der kurze Abstecher gerade recht?
- Bist du vielleicht sogar ein geladener Gast, weil du eine bekannte Persönlichkeit bist, die eigens zum Festival eingeladen wurde?
- Suchst du nach Abenteuern und liegt Burg Nachtklang ohnehin auf deiner Reiseroute?
- Hast du dich gar verirrt und erblickst zufällig die Burg und ihre warmen Lichter in der Ferne?
- …
Eine abenteuerliche Reise zu "Burg Nachtklang"
Wir sehen eine friedliche Burg in einer schwindenden Wintersonne. Massive, weiß getünchte Mauern, zwei große Türme, die über die Wipfel der blätterlosen Bäume des umgebenden Waldes hinausragen. Die letzten Sonnenstrahlen spenden kärgliche Wärme. In der Ferne kündigen sich bleierne Schneewolken an. Ein kühler Wind lässt bunte Wimpel, die verstreut über dem Burghof hängen, sanft schaukeln. Sie verbreiten eine ruhige und dennoch angespannte Stimmung. Es ist „Burg Nachtklang“ in Anrea. Hier und dort sind geschäftige Personen zu sehen, die eine Art von Bühne aufbauen, Dinge umher tragen, sich unterhalten oder alleine werkeln. An einigen Stellen stehen Gruppen von Menschen zusammen und studieren etwas ein. Es sind Künstler aller Art: Maler, Sänger, Musiker, Schauspieler, Bildhauer, Geschichtenerzähler, Illusionisten usw. Die Atmosphäre ist belebt und dennoch beherrscht.
Unser Blick fliegt über den Hof durch ein geöffnetes Fenster in das Innere der Burg. Ein kleiner Raum mit warmem Licht beleuchtet. Bunte, grelle Stoffe liegen überall scheinbar wahllos herum. In der Ecke eine Art Thron aus einfachem Holz auf einer Empore. Allerlei Utensilien zum Schneidern und Malen liegen auf den Möbeln des Raumes herum. Dazu Notenblätter verstreut auf dem Boden. In einem Regal allerlei Kuriositäten, Nippesfiguren, Fläschchen, Masken, Porzellangeschirr, große gerollte Papierbögen und eine verbogene, goldene Krone.
Im Raum befindet sich eine ältere Dame und ein junger Mann. Die Frau trägt ein auffälliges rotes Kleid mit kontrastreichen goldenen Nähten. Der Junge ist ganz in schwarz gekleidet. Ein hellroter Schal, den er sich um den Hals geschlungen hat, bildet die einzige Ausnahme.
„Es sollen also wirklich alle Künstler bereits eingelassen werden …?“ fragt der Junge. Er fügt hinzu: „Eure Hoheit?“ und schmunzelt dabei.
Die Frau lacht kurz auf. Es ist ein ehrliches, offenherziges Lachen.
„Ihr vergesst, dass ich nur noch für wenige Tage die offizielle Königin von Burg Nachtklang sein werde.“
„Ihr könntet wieder gewinnen und erneut erwählt werden.“
„Die Götter mögen das verhindern. Nein, die Zeiten haben sich geändert in diesem Land. Meine Lieder sind lang, doch heute sind die Lieder der Barden für die Zuhörer nur ein schneller Zeitvertreib zwischen zwei Humpen Met. Man lacht lieber übereinander, statt miteinander. Jeder ist für sich und kommt nur für einen kurzen Moment zusammen. Aber so ist das nun einmal. Es gibt neue Dinge, die die Menschen begeistern, die zugänglicher und aufregender sind. Die Zeiten haben sich gewandelt. Es gibt neue Künste und sie werden auch Teil unseres Festivals werden.“
Der junge Mann lächelt. Dann fragt er mit aufgeregter Stimme, die sich fast überschlägt
„A propos „neue Künste“. Das bedeutet also, ich soll allen einen Ort zuweisen, egal was sie als Kunst bezeichnen? Auch jener Truppe mit den vielen Gerätschaften und den Puppen? Und was ist mit den Schauspielern? Die haben das letzte Mal so viel Ärger gemacht und lagen sich ständig mit den Sängern in der Wolle. Das könnte …“
„Alle“ unterbricht ihn die Frau mit ruhiger aber bestimmter Stimme.
„Wir sind der sichere Hafen für all diese Künstler. Und wir schulden es unserem kostbaren Publikum, immer wieder Neuerungen zu haben. Immer wieder Überraschungen, immer wieder Unerwartetes, vielleicht Gefährliches …“
Sie lacht und der Junge lacht ebenso.
„Nun aber zu den Farben …“ sagt die Frau und wendet sich den vielen Stoffen zu.
Wir verlassen diese Unterhaltung und entschwinden aus dem Fenster über den mittlerweile dunkel gewordenen Burghof hinaus über die Burgmauer und über das Tal …
TRÄNEN AUS WACHS

In einer Senke erblicken wir einige dunkle Kutschen und Wagen, die an einer Weggabelung rasten. Einer davon zieht durch ein flackerndes Licht, das aus einem Fenster aus dem Inneren nach draußen fällt, unsere Aufmerksamkeit auf sich. Wir geben der Neugierde nach und schweben hindurch. Im Wagen umgibt uns zunächst nur Dunkelheit. Dann erhellt ein schimmernder Kerzenschein das zerfurchte Gesicht eines alten Mannes. Er hält einen schmalen Pinsel in der Hand und murmelt vor sich hin. Vor ihm ist im Dämmerlicht der Umriss einer Gestalt zu erkennen aber wir können nicht genau sagen, um was es sich handelt.
„Wunderschön bist du geworden. So wunderschön. Man könnte sagen, zum Verlieben schön. Vielleicht viel zu schade für deine eigentliche Bestimmung.“ Mit einer meisterlichen Bewegung schwingt er den Pinsel. Dann wendet er sich einer anderen Gestalt zu. Auch hier können wir nicht sehen, um was es sich handelt.
„Und du, meine Liebe. Immer traurig, immer voller Schmerz. Damit die anderen lachen und umso mehr glänzen können.“ Wir erblicken eine schillernde Träne in einem seiner Augenwinkel.
„Ja, richtig. Du hast Recht. Ich werde dir noch einige Tränen geben.“ Mit geschickter Geste schüttet er das Wachs einer Kerze in ein eisernes Schüsselchen und taucht einen Spatel hinein.
„Noch einige Tränen aus Wachs, damit wir besser sehen können, wie es sich anfühlt …“
Plötzlich schnellt etwas aus der Dunkelheit nach vorne und greift nach dem Mann. Es ist nicht erkennbar, um was es sich handelt. Mit einem Ruck setzt sich die Kutsche in Bewegung und im selben Moment flackert die Kerze auf dem Tisch und geht dann ganz aus. Es herrscht Stille und Dunkelheit umgibt uns.


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